„Unwirtschaftlich und rückwärtsgewandt“

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Photovoltaik-Experte Klaus-Michael Koch kritisiert Förderstopp für Batterielösungen

Leistungsfähige Solarstromspeicher sind eine Investition in die Zukunft. Weltkonzerne wie Daimler und innovative Elektroautohersteller wie Tesla haben das verstanden und stecken viel Geld in die Entwicklung von Batterielösungen. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als verwunderlich, dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ausgerechnet die Förderung von Batteriespeichern bei kleinen Photovoltaik-Anlagen bis Ende 2015 auslaufen lassen will. Damit setzt sich der Minister auch über die Empfehlungen von Regierungsgutachtern der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) hinweg. Sie hatten sich sogar für eine Erweiterung dieses Programms ausgesprochen.

Auch Klaus-Michael Koch, Vorstandsvorsitzender der KOCO AG, ist überrascht über diese unwirtschaftliche Entscheidung des Wirtschaftsministeriums. „Wenn wir dezentrale und leistungsfähige Batteriespeicher haben, müssen wir die Stromnetze nicht weiter ausbauen. Das spart viel Geld!


Der Photovoltaik-Experte sieht Kohle-Lobbyisten am Werk: „In Bergwerken werden wertvolle Gelder im wahrsten Sinne des Wortes versenkt. Die Zukunft liegt nicht unter der Erde, sondern im Megakraftwerk Sonne!“, so Koch. Eine zeitlich begrenzte weitere Förderung würde der breiten Anwendung von Speichertechnologie sowohl für Privat also auch für das Gewerbe zum entscheidenden Durchbruch verhelfen. Politisch gesehen geht es nicht darum, die Lobbyisten glücklich zu machen, sondern die Energiewende voran zu treiben.

KOCO macht seine Rücken stark

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Dass KOCO auf 100 Prozent erneuerbare Energie setzt, ist bekannt. Aus diesem Grund wollen wir, dass auch unsere Mitarbeiter mit ihren Ressourcen bewusst und schonend umgehen. Besonders die Rücken des KOCO-Teams werden sowohl im Büroalltag und vor allem auch auf den Baustellen bei der Montage, bei Service und Wartung der Anlagen und das bei Wind und Wetter extrem strapaziert. Deshalb werden die Rücken der KOCO Mitarbeiter jetzt stark gemacht.

Einmal wöchentlich lassen wir uns von der Fitnesstrainerin Landi Wilke gezielte Mobilitäts-, Dehnungs- und Entspannungsübungen zeigen und lernen von ihr, Kraft und Stabilität in der Tiefenmuskulatur aufzubauen und Risikofaktoren aufzudecken und abzustellen.
Diese Maßnahme findet im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) statt. Sein Ziel ist es, die Belastungen von Beschäftigten zu optimieren und die persönlichen Ressourcen zu stärken.

Grüne E-Mobility gibt es nur mit grünem Strom

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KOCO AG zeigt auf der eCarTec 2015 ganzheitliche Photovoltaik-Lösungen

Ein Auto wird nicht dadurch umweltfreundlich, dass es an einer Steckdose aufgeladen wird. Entscheidend ist, dass aus der Steckdose auch grüner Strom kommt. Was ihre Photovoltaik-Lösungen dazu beitragen können, zeigt die KOCO AG vom 20. bis zum 22. Oktober 2015 auf der weltweit größten Fachmesse für Elektro- und Hybrid-Mobilität in München.
KOCO präsentiert seine Innovationen und Ideen gemeinsam mit den Partnern emco und ComBInation am Stand des Instituts „Neue Mobilität“ (Halle A5-508).

„Damit wird auf dem Messegelände eine Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen vorgelebt, wie sie auch für den Erfolg der Energiewende unerlässlich ist“, so Christian Tschida. Der Vertriebsvorstand der KOCO AG ermutigt die gesamte Wirtschaft, saubere Energien immer im Rahmen eines Gesamtkonzeptes zu betrachten – von der Stromproduktion über den Transport bis zum Einsatz. Ein E-Mobiliätskonzept gehöre da aus seiner Sicht heutzutage unbedingt dazu, so Tschida weiter. KOCO freue sich auf viele spannende Gespräche, Diskussionen und Vorträge.
Auf der internationalen Leitmesse will KOCO aber nicht nur darüber informieren, wie auf einem Industriedach produzierter Solarstrom gleichzeitig verlässlich den eigenen E-Fuhrpark versorgen könnte. Am Stand soll in einem bunten und lebendigen Programm auch gezeigt werden, dass sich Technik und Emotion nicht ausschließen und konkrete Lösungen auch viel mit Spaß zu tun haben.

Kein Preis ist so stabil wie der der Sonne

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Rückblick Mittelstandskongress zum Thema Energieeffizienz am 22.09. 2015 in Rosenheim

Am 22. September 2015 fand der von der IHK München und Oberbayern Mittelstandskongress zum Thema Energieeffizienz in Rosenheim statt. Kleine und mittelständische Unternehmen informierten sich über energie effiziente Nutzung für Unternehmen. Wie Kosten eingespart und stabil gehalten werden können, das waren Themen, die von den Teilnehmern aus den verschiedensten Blickpunkten geschildert wurden.

Mit dabei auch Klaus-Michael Koch, der dem Publikum zwei Praxisbeispiele vorstellte. Die beiden in der Region ansässigen Firmen WEKO und Komar setzen schon seit einigen auf Photovoltaik. vorstellen. Er zeigt die Möglichkeiten für Kosteneinsparung und Rendite-Möglichkeiten bei dem Das Rosenheimer Möbelhaus WEKO bereits seit dem Jahr 2012. Mit den auf dem Flachdach installierten Photovoltaik-Anlage produziert das Unternehmen immerhin Strom für bis zu 1000 Haushalte. Für das Unternehmen WEKO bedeutet das sowohl Einsparung von Energiekosten, aber vor allem auch, die Energiekosten künftig stabil und kalkulierbar zu halten. Denn die Sonne wird nicht teurer.
Der Weltmarktführer für Fototapeten, Komar in Kolbermoor hat seit dem Jahr 2011 eine Photovoltaik Anlage auf seinem Schrägdach. Ganz neu ist der Photovoltaik-Einsatz inklusive Speicher auf einer neuen Fertigungshalle. Der Speicher dient dazu, Energie auch in sonnenarmen Zeiträumen vorzuhalten. Bei einer gesamten Preissteigerung des Stroms in Höhe von 2-3% Prozent bedeutet das für Komar eine langfristige und kalkulierbare Energie-Kosten Position zu haben.
Die Entwicklung potenter Speicher entwickelt sich in den kommenden Jahren rasant weiter. So wird die Nutzung von Solarstrom verlässlicher und damit interessant für Unternehmen, Gemeinden und Kommunen.

Solarenergie im Juli: Kopf an Kopf mit Atomkraft Strom in Deutschland

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Solaranlagen produzierten im Monat Juli genauso viel Strom wie die Atomkraftwerke. 5,18 Terrawattstunden sind die Bilanz je aus Sonnenenergie und Atomkraftwerken. Das ergeben die aktuellen Zahlen des Fraunhofer-Institutes für Solare Energiesysteme (ISE).
Doch trotz aller Zuversicht ist der Gleichstand vorerst temporär. Denn dahinter steckt, dass einige Atommeiler vom Netz genommen wurden und der Monat Juli außergewöhnlich viel Sonne mit sich brachte. Sind aber erst die acht Atomkraftwerke bis 2022 vom Netz, dann wird die positive Bilanz ganz auf Seiten der Sonnenenergie stehen. Bis dahin ist sicherlich die Speichertechnologie noch weiter entwickelt und Solarstrom lässt sich auch für die sonnenarmen Zeiten auf Vorrat halten. Dass sich Solaranlagen schon heute wirtschaftlich rechnen, ist schon jetzt erwiesen. Schließlich kann die Sonne nicht teurer werden.

Heute können wir noch etwas für die Umwelt tun

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Valentin Greisinger und Romina Huber sind die beiden neuen Azubi-Köpfe bei der KOCO AG.

Seit Anfang des Sommers hat die KOCO AG zwei Auszubildende im Team: Valentin Greisinger und Romina Huber. Auf die Frage hin, was ihre Motivation war, die Lehrjahre bei der KOCO AG zu absolvieren, antwortete Valnentin Greisinger, dass für ihn klar war, in eine Branche einzusteigen, die eine Zukunftsperspektive hat und ihm damit auch eine berufliche Zukunft bescheren würde. Die Wahl fiel ihm leicht und er entschied sich für die sauberen Energien und für die KOCO AG. Für Romina Huber war die Motivation etwas idealistischer, denn für sie sei es wichtig, einen Beitrag für die Umwelt zu leisten, „denn wir machen eh schon so viel kaputt“.

Die aus einer Architekten-Familie stammende Huber sieht die Nutzung der Solarenergie, bzw. die Solaranlagen auf dem Dach als konsequenten Bestandteil einer Gebäude-Architektur. Würde die Solarenergie auch noch stärker in Entwicklungsländern eingesetzt, könne die Lebensqualität der Menschen gesteigert werden. Für sie sei heute der Zeitpunkt, an dem noch etwas für die Umwelt getan werden könne. Dafür würde sie sich gern stark machen.

Außerdem, so Greisinger, könne man auch das Thema saubere Energie nicht ignorieren, ginge es doch allen darum, etwas für die Umwelt zu tun und dabei noch mehr die zuverlässige Energiequelle Sonne zu nutzen. „Bei KOCO erhalte ich Einblick in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche und bin auch mal mit draußen bei den Installation der Photovoltaik-Anlagen dabei. Das bringt viel Abwechslung und macht die Arbeit interessant“, so Greisinger, der zudem die gute Teamatmosphäre schätzt. So geht es ebenfalls dem weiblichen Teil des Azubi-Teams, der besonders gefällt, mit den KOCO-Mitarbeitern auf Augenhöhe reden zu können. „Ich habe das gute Gefühl, mit dem Team zusammen an einer guten Sache zu arbeiten“, sieht Romina Huber ihrer Zeit der Lehrjahre optimistisch entgegen.

Regionale Energieversorgung

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DEF stellt Datenverbindungen unterschiedlicher Anbieter sicher

Dass regenerative Energien die Zukunft der Energieversorgung sind, ist mittlerweile eine Binsenweisheit. Spätestens mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz wurden die Weichen in Richtung Wasser-, Wind- und Sonnenkraft gestellt. Je nach Anforderungsprofil und Rahmenbedingungen gibt es zum Beispiel im Bereich Photovoltaik unterschiedliche Ansätze – von der Anlage für den direkten Eigenverbrauch über Eigenverbrauchsanlagen mit Stromspeicher bis zu netzdienlichen Anlagen.

Wenn solch dezentrale Stromlieferanten mit Stromverbrauchern und Netzkomponenten zu einem Verbund mit gemeinsamer Steuerung zusammengeschaltet werden, entsteht ein Virtuelles Kraftwerk (Virtual Power Plant - VPP). Es kann zum Beispiel im Smart Market Anwendung finden (Handel von Energiemengen und verbundenen Dienstleistungen), aber auch Teil eines Smart Grid sein und dort seinen Teil zu optimiertem Netzausausbau und Netzstabilität beitragen. Auch hybride Anwendungen sind möglich. Im VPP erfolgt die Abwicklung des Energiehandels im Rahmen von Bilanzkreisen. Sie sind Herzstück des Systems und verknüpfen – vom Energiehandel gemanagt – Energieverbraucher und dezentrale Energieerzeuger. Damit ein VPP seine Möglichkeiten im Netzbetrieb und an Strom- und Regelmärkten voll entfalten kann, müssen aber in jedem Fall viele Faktoren perfekt aufeinander abgestimmt werden – von Erzeugung und Verbrauch (regional/überregional) über den Einsatz von MSR-Komponenten, IT und IKT und Speichern bis zur Verteilung. Die sichere und hoch verfügbare Daten- und Sprachkommunikationsplattform der DEF bietet die dafür nötige sichere Vernetzung im VPP. Sie ist nicht nur der Link zwischen Energiehandel und der Leitstelle des Verteilnetzbetreibers/Stromvertriebs, sondern vor allem zentrale Schnittstelle zwischen industrieller Erzeugung, Sprachfunk, Umspannwerken, Ortsnetz-Transformatoren, landwirtschaftlichen Prosumern, industriellen Verbrauchern, dezentralen Erzeugern/Speichern und Elektromobilität.

Versorgungssicherheit gewährleisten


Die Versorgungssicherheit hängt dabei von der hohen Verfügbarkeit der Systeme ab. Die Plattform der DEF garantiert diese Versorgungssicherheit im Rahmen diverser Verordnungen und Gesetze, die komplex ineinander greifen (Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG, Energiewirtschaftsgesetz EnWG, IT-Sicherheitsgesetz/Sicherheitskatalog (ISO 27001 Zertifizierung), MsysV (Messsystem-Verordnung)). Außerdem haben sich die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNBs) Tennet TSO, 50Hertz Transmission, Amprion und TransnetBW verpflichtet, Mindestanforderungen zu erfüllen. Die Präqualifikationsvorschriften der ÜNBs stellen ihrerseits Mindestanforderungen an die Informationstechnik des Anbieters für die Erbringung von Sekundärregelleistung dar.

Ziel all dieser Anstrengungen kann ein regionales Versorgungskonzept sein, das sowohl die regionale Stromvermarktung als auch den Betrieb regionaler Stromnetze einbezieht. In diesem Konzept sind vier Säulen identifizierbar, die der regionale Zukunftssicherung zuträglich sind: Versorgungssicherheit, Standortvorteile für Industrie, Wertschöpfung durch Stromhandel und Wertschöpfung durch Systemdienstleistung.


Die Deutsche Energie Funk sorgt für sichere Kommunikation


Die Vermarktungswege des konventionellen Stromhandels lassen sich selbstverständlich auch für Regionalstrom nutzen. Die DEF sorgt mit sicherer Kommunikation und durchdachten Konzepten dafür, dass auch in Zukunft garantiert Strom fließt und sieht sich als Mittler zwischen regionalen Energieversorgungsunternehmen (Verwaltung/Backoffice, konventionelle Stromprodukte, Residualstromlieferung, Abrechnung, technische Plattform, Netzbetrieb etc.), Energiegenossenschaft (Betrieb virtuelles White-Label-Kraftwerk, Vertrieb regionaler Stromprodukte oder Produktanteile, Aufbau weitere Erzeugung etc.), Region (z. B. Landkreis) (Kommunikation, Schaffung des politischen Rückhalts, Finanzierung etc.) und Partnern (Projektkoordination, Auffüllung fehlender Kompetenzen und Ressourcen, Plattformen, Marktzugang etc.).
Ein möglicher Weg könnte in einem ersten Schritt mit dem Aufbau eines VPP beginnen. In diesem Stadium poolen wir Erzeuger und Verbraucher und nehmen Anlagen in die Direktvermarktung, um deren Kapazitäten zu sichern (BayoEnergy-Gruppe mit Rücktransferzusicherung). Außerdem bauen wir eine Technikplattform zur physikalischen Anbindung auf. Diese Plattform bildet die zukunftssichere Basis für den Aufbau eines VPP im Sinne der Stromvermarktung und des Netzbetriebs (Strom- und auch andere Netze). Darüber hinaus wird ein Whitel-Label-Kraftwerk erstellt, die in der BayoEnergy-Gruppe „gesicherten“ Anlagen werden in die Wertschöpfung des regionalen VPP zurücktransferiert und weitere Anlagen akquiriert. Im zweiten Schritt steht der Aufbau regionaler Vermarktungsstrategien im Fokus. Denkbar sind hier zum Beispiel Spezialstromprodukte für die Industrie (z. B. Produkt mit Demand-Response-Bonus), Integration von Speicherkonzepten (z. B. Spezialprodukt mit lokaler Erzeugung und Speicherung (Erzeugungsanlage und Speicher werden vom EVU betrieben)), Nutzung regionaler Flexibilität (z. B. Vermarktung an den Regelstrommärkten), Regionalstromprodukte (z. B. 50 % Regionalstromanteil garantiert) und die Erweiterung der Erzeugungskapazität (z. B. Erzeugungsanlagen und Speicheranlagen werden durch Genossenschaft realisiert und betrieben). Im dritten und letzten Schritt werden die Stromnetze dann in den eigenen Betrieb übernommen. Dazu gehört der Aufbau einer „Taskforce“ (Sicherstellung der geordneten Netzübernahme), Aufbau/Erweiterung des Personalstamms (Technisches Personal und Verwaltung), Aufbau eines Leitstandes (Erweiterung DEF-Plattform) und die Übernahme des technischen Betriebs (Einbindung Anlagen in den Leitstand etc.). Eine Leistungsergänzung ist und bleibt dabei jederzeit möglich!


Harald Huber, DEF

Zusammenfassung des Vortrages im Rahmen des 8. Bayerischen Energieforums am 25.06. 2015

Wärme stärker von der Sonne nutzen

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Solarthermie-Anlagen mit 3 bis 5 Cent pro Kilowattstunde wettbewerbsfähig für die Wärmeerzeugung. Der Bundesverband Solarwirtschaft reagiert auf die KWK- Gesetztes-Novelle

Für eine erfolgreiche Energiewende muss auch die fossil erzeugte Fernwärme in den Hintergrund treten und sich maximal auf die Heizperiode beschränken. Das Thema Solarenergie für die Wärmeproduktion muss stärker in den Vordergrund und in ein Gesamt-Energiekonzept rücken, soll eine klimaneutrale Zukunftsperspektive ernsthaft umgesetzt werden. So äußerte sich Carsten König, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar im Rahmen eines m 6. Juli stattgefunden Pressegespräches, zu dem weitere Experten geladen waren. So sei auch eine ganzjährige Subventionierung der Kraft-Wärme-Kopplung aus fossiler Energie konterproduktiv für den Klimaschutz. Könnten doch die KWK-Anlagen durchaus eine Sommerpause einlegen und im Sommer die Arbeit der Wärmeenergieproduktion den deutlich umweltfreundlicheren Solarthermie-Anlagen überlassen, die ihre Energie in die Wärmenetze einspeisen könnten.


Ohne Solar-Wärme keine Energiewende


In etwa 54% des aktuellen Endenergiebedarfs liegen im Bereich Wärme – bei steigenden Kosten. Im Durchschnitt wenden Haushalte doppelt so viele Mittel für Wärme auf wie für Strom. Allein diese Zahlen lassen deutlich werden, wie wichtig die Wärmeproduktion innerhalb der Energiegewinnung ist, die bislang zu 80% aus fossilen Energieimporten gespeist wird. Laut Dr. Matthias Sandrock, Geschäftsführer des HIC Hamburg Instituts, könnte die Kombination von Fernwärme mit Solarthermie dauerhafte CO2-Einsparungen 3-5 Millionen Tonnen erreichen.


Solarland Dänemark


Dass Fernwärme und Solar miteinander harmonieren sieht man am Solar-Boomland Dänemark. Hier entwickelt sich seit einigen Jahren ein immer schneller wachsender Markt für solare Fernwärme. Und die Entwicklung wird von staatlicher Seite forciert und unterstützt. Vorgesehen ist sogar eine vollständige Umstellung von Fernwärmegewinnung auf Erneuerbare Energien. Christian Stadler, Geschäftsführer der ARCON Solarwärme GmbH, geht davon aus, das große Solarwärmeanlagen für drei bis fünf Cent je Kilowattstunde Wärme erzeugen könnten. Das Beispiel Dänemark zeigt sehr wohl, dass Solarthermie auch in nördlichen Gefilden funktionieren kann. Bei einer erfolgreichen Etablierung der Solarthermie stehen 25 Jahre fixe und vor allem weitaus niedrigere Wärmekosten für Endkunden in Aussicht.


KWK und Solarthermie – Hand in Hand statt gegeneinander!


Doch wieso lässt sich eine ähnliche Innovationskraft in Deutschland bislang nicht beobachten? Carsten Körnig vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW Solar) sieht die Ursachen vor allem in der Überförderung der gasbasierten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und daraus resultierende Nachteile für die solare Fernwärme. KWK und Solarthermie sollten nicht gegeneinander sondern vielmehr Hand in Hand arbeiten. So sprach sich Körnig als Vertreter der Branche für eine Wärmewende aus, die KWK und Solaranlagen kombiniert. Langfristige Kostensicherheit und Einsparungen der ansonsten anfallenden Brennstoffkosten sind da nur einige von vielen anderen Gründen, der Solarthermie in Deutschland nicht den Rücken zu kehren.
Hintergrund ist dieser Aussagen ist die aktuelle Novelle des Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetzes. Nach Auffassung des Bundesverbandes Solarwirtschaft sollte die Förderung des KWK-Stroms lediglich auf die Heizperiode konzentriert werden, um den Kommunen und Stadtwerken den Einstieg in solarthermische Wärmenetz überhaupt zu ermöglichen. Denn eine verstärkte Integration Erneuerbarer Energien und die Wärmeversorgung bedeutet langfristig eine Kostensicherheit, die unabhängig von volatiler Preisgestaltung im Bereich Strom und Brennstoff wäre.


„Die Potenziale der Erneuerbaren Energien sind noch lange nicht ausgeschöpft. Schon lange verfolgen wir bei KOCO den Ansatz ganzheitlicher Energiekonzepte: Strom, Wärme, Kälte und E-Mobility.
Das alles muss technologisch, betriebswirtschaftlich und auch logistisch in den Unternehmen zusammen passen. Wir stoßen aber immer wieder auf das Scheuklappen-Syndrom. Die Technologien und Komponenten sind Deutschland entwickelt und einsetzbar. Es bedarf leider aber noch intensiver Überzeugungsarbeit“, so der Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzende der KOCO AG, Klaus-Michael Koch.

Kommunale Wertschöpfung, Vortrag 8. Bayerisches Energieforum (Summary)

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Mit Photovoltaik und Stromspeicher Kurs auf rentable regionale Selbstversorgung

Die gesetzliche Grundlage der Arbeit im Bereich der Erneuerbaren Energien ist das im Jahr 2000 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ist es sowohl „das Steuerungsinstrument für den Ausbau der erneuerbaren Energie zur nachhaltigen Energieversorgung“, und soll zudem auch „die volkswirtschaftlichen Kosten der Energie verringern.“ Beides wurde in vielen Bereichen bereits erreicht:

- Die Kosten der Erzeugung von regenerativer Energie wurden gesenkt,

- die Energiewirtschaft hat sich zum Vorteil der Endverbraucher verändert und

- die bürgerliche Mitte konnte beim Ausbau alternativer Energieformen eingebunden werden.

Auch die dezentrale Energiewende durch die Kommunen und regionalökonomische Effekte sind als Erfolge zu verbuchen. Über 140 Landkreise, Gemeinden, Regionalverbünde und Städte wollen ihre Energieversorgung auf erneuerbare Energien umstellen und haben sich als 100ee-Regionen im Projekt „Entwicklungsperspektiven für nachhaltige 100%-Erneuerbare-Energie-Regionen in Deutschland“ zusammengetan.

Kommunen sind aber nicht nur wichtige Treiber, sie selbst können auch von diesem Energie-Ausbau profitieren, denn die Energieerzeugung von morgen geschieht meist dezentral aus heimischen Energiequellen und mit Unterstützung durch regionale Technologien und Dienstleistungen.

Die Gewinne der beteiligten Unternehmen, das Nettoeinkommen der Beschäftigten und die an die Kommune gezahlten Steuern sind Elemente der kommunalen Wertschöpfung. Vor Ort werden Komponenten hergestellt, die Energie-Erzeugungsanlagen geplant, gebaut, finanziert und gewartet. Das gilt für viele Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Die Photovoltaik ist dabei der größte Motor der Wertschöpfung, die im PV-Bereich im Jahr 2012 7,5 Milliarden Euro betrug und somit über 40 Prozent der gesamten Wertschöpfung durch erneuerbare Energien (zwei Drittel davon werden übrigens auf kommunaler Ebene erbracht) ausmacht.

Auch wenn man sich den Einzelfall ansieht, beeindrucken die Zahlen. So beläuft sich die kommunale Wertschöpfung lokaler Beteiligung beispielsweise bei einer Investorenanlage mit 1 MW auf 19.000 Euro/p. a. und bei einer Bürgeranlage mit gleicher Leistung sogar auf 64.000 Euro/p. a. Wenn auf Gemeinde-Ebene die Weichen richtig gestellt werden, ist vieles möglich. Stellschrauben können zum Beispiel mit der Verpachtung von Konversionsflächen und natürlich in der Nutzung von Dachflächen: Kommunale Dächer können verpachtet oder mit Eigenverbrauchsanlagen ausgestattet werden. Die Dächer von gewerblichen oder privaten Gebäuden bieten sich für Energiegewinnung für den Eigenverbrauch an. Darüber hinaus können solche Anlagen, genau wie Bürgerenergieanlagen und Speicher, direkt oder indirekt finanziell gefördert werden.

Die KOCO Energy bietet ein Pachtmodell bis 200 KWp für Gewerbedächer und Dächer der Kommunen an. Für den Immobilieneigentümer hat diese Möglichkeit große Vorteile. Er schließt einen Pachtvertrag über 20 Jahre, bekommt eine jährliche Pacht und ggf. eine Einmalzahlung vorab während der Investor alle Risiken trägt und Strom in räumlicher Nähe zum Eigenverbrauch verkauft. Dagegen könnte bei Installation einer 30 KWp-Eigenanlage mit Speicher auf einer kommunalen Immobilie ein Strom-Festpreis für mindestens 20 Jahre garantiert werden.

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Sichere Datenautobahn für die Energiewirtschaft

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Die Deutsche Energie Funk GmbH (D|E|F), deren Mitgesellschafter die KOCO AG ist, wird im Rahmen der WirtschaftWoche Konferenz am 7. Und 8. Juli 2015 in Frankfurt mit einem Kurzvortrag von Stefan Lichy zum Thema „Sichere Datenautobahn für die Energiewirtschaft: Kommunikation in Smart-Grid-Anwendungen“ vertreten sein. Vorgestellt werden die auf Schmalband-Funk basierenden Lösungen zum Fernwirken und Fernwarten dezentraler Erzeugungsanlagen und Verteilnetzbetreiber. Ebenso werden die Vorteile des Schmalband-Funks für die Datenkommunikation in Smart-Grid Anwendungen anhand einer Pilotstudie einer Kundenreferenz aufgezeigt.

Zur Website und zum Programm der Konferenz geht es hier.