Hinter KOCO steckt die Tradition der Innovation

Instinkt, unternehmerischer Mut und immer ein Quäntchen Glück. Diese Faktoren haben unserer Familie schon immer geholfen, Neues auf den Weg zu bringen. Immer haben wir die Trends der Zeit erkannt, neue Lösungen erdacht oder Bewährtes überarbeitet und so sinnvolle und wirtschaftliche Innovationen auf den Markt gebracht. Wir sind vielseitig interessiert und wir wissen nicht nur, was technisch möglich ist, sondern kennen auch die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. In 100 Jahren Unternehmensgeschichte ist so ein multidisziplinäres Know-how in den Bereichen Material-, Verfahrens- und Anwendungstechnik entstanden. Dieser Erfahrungsschatz ist ein entscheidender Erfolgsfaktor im sich immer dynamischer entwickelnden Klima- und Energiebereich.

FORTSCHRITT: SCHON 1923 AUF PLATZ EINS

KOCO – ein Meilenstein der Automobilgeschichte

1919 macht sich Carl Koch, Ingenieur und Flugzeugmotorenentwickler bei den legendären Dixi-Werken, mit seiner Firma Koch & Co. in Erfurt selbstständig. Als Erster baut er Automobile aus nur 750 Teilen anstatt der damals üblichen 1500 Teile. Außerdem gehören seine Autos der Marke KOCO zu den ersten, die in größerer Stückzahl mit Boxermotor produziert werden. Auch bei schnelleren Modellen ist Carl Koch ein Vorreiter. Stromlinienförmig karossierte Rennwagen werden von ihm schon ein Jahr vor dem berühmten Bugatti-Tank Typ 32 produziert. 1923 gewinnt er damit auf der Rennstrecke AVUS in Berlin. Die 30 Runden schafft er in 16 Minuten und 53 Sekunden bei durchschnittlich 71,076 Stundenkilometern. Was heute langsam scheint, war gestern schnell.
Multihalle Bundesgartenschau Mannheim

VON DER INNOVATION ZUM WELTWEITEN STANDARD

Der Maßanzug für das moderne Flachdach

In einer selbstgebauten Holzhütte beginnt Sohn Herbert Koch nach Krieg und Chemiestudium im Westen völlig neu. Dabei ist er mindestens genauso innovativ wie Vater Carl. Bisher werden Dächer mit Teer und Dachpappe abgedichtet. Herbert entwickelt stattdessen hochwertige Rezepturen auf Kunststoffbasis. Das Material wird zum weltweiten Standard bei Gewerbe- und Industriedächern. Die Erfahrung aus vielen Millionen Quadratmetern Dachabdichtung erweist sich heute als unschätzbarer Vorteil, wenn entschieden werden muss, ob ein Dach für eine Photovoltaikanlage mit jahrzehntelanger Lebensdauer geeignet ist.
Das spektakuläre Dach der Olympiahalle München

BAUEN IN NEUEN DIMENSIONEN

Membranen, der fünfte Baustoff

Architekt Frei Otto hat so innovative Ideen, dass die Bauwelt vor völlig neuen Aufgaben steht. Für Herbert Koch und seine Söhne sind die Stadien für die Olympischen Spiele 1972 in München die erste spannende Herausforderung. Im großen Stil planen und realisieren sie spektakuläre, lichtdurchflutete Überdachungen aus langlebigen Kunststoff-Membranen. Klaus-Michael Koch gelingt es, diesen Geschäftsbereich unter der Marke Hightex als führenden Anbieter in der Welt zu positionieren. Im Jahr 2007 erfolgt der Gang zur Technologiebörse an der Londoner Stock Exchange. Über 800 Projekte werden in Kooperation mit namhaften Architekten und Ingenieuren realisiert, darunter die Dächer für das Olympiastadion in Berlin, das Nationalstadion in Warschau und das Olympiastadion in Kiew.

ERSTE SOLARANWENDUNGEN AUS DEM HAUSE KOCH

Wenn fossile Energie zum Druckmittel wird

Erst kommt das Ölembargo, dann eine Weltwirtschaftskrise und anschließend das Nachdenken. Deutschland gibt allein im folgenden Jahr 17 Milliarden DM zusätzlich für Öl- und Gasimporte aus, Frankreich stellt seine Energieversorgung auf Atomenergie um und die Familie Koch beginnt, über die Gewinnung von Sonnenenergie nachzudenken. Genau zur richtigen Zeit, denn im Unternehmen werden sowieso gerade die ersten transparenten Kunststoffmembranen für intelligente Gebäudehüllen hergestellt. Jetzt beginnt man außerdem mit der Entwicklung von solarbetriebener Warmwasserbereitung, Dampfturbinen und fokussierenden, pneumatischen Parabolspiegeln. Als der Ölpreis wieder sinkt, stellt sich aber heraus, dass der Markt noch nicht reif für solare Energieerzeugung ist. Das Know-how kann aber trotzdem für energieeffiziente Bauprojekte genutzt werden. Die Allianz-Arena in München oder der Flughafen in Bangkok sind nur zwei spektakuläre Beispiele. Außerdem verliert Klaus-Michael Koch die Ursprungsidee nicht aus den Augen: die Vision, dass eine Umstellung auf solarbasierte Energiegewinnung innerhalb weniger Jahrzehnte weltweit gelingen kann, wenn es der politische Wille zulässt.
KOCO AG in Rimsting - Luftansicht

DIE KRAFT DER SONNE NUTZEN

Volle Konzentration auf die Energiewende

Warum nicht mit 59 Jahren aus Überzeugung ein weiteres Unternehmen starten? Klaus-Michael Koch gründet die KOCO AG und baut ein Team mit gleichgesinnten Profis aus dem Finanz- und Technikbereich auf. Er kann nicht ahnen, dass nur ein Jahr später die Katastrophe von Fukushima endgültig den Beginn der Energiewende markiert und eine beispiellose Dynamik in der Solarbranche auslöst. Wenn nur die Hälfte der Gewerbe- und Industriedächer in Deutschland mit Photovoltaik belegt würde, wäre nach Aussage von Wissenschaftlern die 100%-Energiewende möglich. Für KOCO ist diese Einschätzung Ansporn und Startsignal zugleich, denn das Familienunternehmen hat viele Jahrzehnte und Millionen Quadratmeter Flachdach-Erfahrung. Die Experten wissen, ob ein Dach eine Photovoltaik-Anlage mit einer Lebensdauer von über 30 Jahren tragen kann oder ob es vorher noch ertüchtigt werden muss.
7Auf einem Planeten, der von allen Seiten von ökologischer Zerstörung bedroht ist, muss alles, was wir erreichen, zukunftsfähig sein.
Deepak Chopra