Phänomen Sonnenfinsternis

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Bei der totalen Sonnenfinsternis 1999 war die Angst groß, beim direkten Blick in die Sonne zu erblinden. Bei der partiellen Sonnenfinsternis am 14. April 2015 kamen auch noch die Ängste der Strombranche dazu. Schließlich gab es aber keinen Blackout und auch die von der KOCO installierten Solaranlagen liefen erfreulicher Weise alle unterbrechungs- und störungsfrei.

Rapider Einstrahlungsabfall

Die Ängste waren aber grundsätzlich nicht unbegründet. Die Skeptiker befürchteten, dass eine Sonnenfinsternis zu einem zu plötzlichen Spannungsabfall im Netz führen könnte, weil die Einstrahlung wesentlich schneller abfällt als zum Beispiel beim täglichen Sonnenuntergang oder dem gemächlichen Davorschieben einer Wolke.

Schwankungen abgefangen

Mit genügend Voraussicht konnten die enormen Schwankungen aber eingeplant und abschwächt werden. Ein zusätzlich angekauftes Gigawatt an sogenannter Regelenergie federte die Spannungsschwankung von 350 Megawatt pro Minute problemlos ab.

Vorauseilende Abschaltung als letzter Ausweg

Falls Regelenergiepuffer und ähnliche Abfangmethoden in so einem Fall versagen sollten, bliebe einem Großbetreiber in letzter Instanz immer noch eine vorauseilende Abschaltung am Morgen, um den plötzlichen Ausschlag eines Spannungsabfalls im Voraus langsam in den Strom-Output einer Anlage zu integrieren. Glücklicherweise ist so spektakuläres Ereignis wie eine Sonnenfinsternis schon lange vorher bekannt und damit planbar. Sonst lassen sich, anders als bei der Ermittlung von Winddaten, Sonneneinstrahlungsabfälle oft nur schwer voraussagen.

Keine Angst vor 2048

Die nächste Sonnenfinsternis in Europa wird im Jahr 2048 erwartet. Bis dahin sind die Netze ausgebaut, eine Speicherinfrastruktur integriert und eine 90-prozentige Energieversorgung aus sauberen Energiequellen möglich. Eine Sonnenfinsternis stellt dann sicher kein Problem mehr dar.

Fazit

Die Sonnenfinsternis bot eine gute Gelegenheit für Skeptiker der Erneuerbaren Energien Ängste zu schüren, dass das Netz zu instabil ist und grundsätzlich für so viel Strom aus Wind und Sonne nicht ausgelegt ist . Gott sei Dank bot das wunderschöne Naturschauspiel Gelegenheit für den Gegenbeweis. Das Netz ist stark und insofern ein vorausblickendes Zusammenspiel von Energieversorgern und Netzbetreiber funktioniert und erwünscht ist, können Blackouts durchaus verhindert werden. Das Know-how und die Technologien hierfür sind vorhanden.